Der erste Vergesellschaftungsversuch von Shari und Irene war ja gescheitert und so mussten wir es ein paar Tage später nochmal auf eine andere Art versuchen.
Und siehe da, diesmal ist es geglückt..
Wir haben uns gemütlich aufs Sofa gesetzt, jeder ein Schwein auf dem Schoß, dazwischen viele Salatblätter und so war eine vorsichtige Annäherung von Shari und Irene möglich. Die beiden haben gefressen, als hätten sie wochenlang hungern müssen. Als der Salat dann alle war, fing Shari wieder das wilde Rammeln an, aber diesmal nicht so heftig und ununterbrochen wie beim ersten Versuch. Ob es daran lag, dass sie diesmal nicht in ihrem Revier war oder einfach zu erschöpft, lassen wir mal dahingestellt. Nach einer Weile kuschelten sich beide schon vertraut aneinander und Shari blieb friedlich. So wagten wir es, beide zusammen in den Stall zu setzen. Dort ging Sharis Rammelei sofort von vorn los, aber mit größeren Pausen und nicht allzu heftig. Die arme Irene wurde nichtsdestotrotz ganz schön durch die Bude gejagt.. Am nächsten Morgen hatte sich die Lage dann beruhigt und nun nach ein paar Tagen geht Shari weitestgehend freundlich mit Irenchen um..
Man merkt allerdings sehr deutlich, dass für Shari wohl niemand ihre verstorbene Tochter ersetzen kann.. denn von einer solchen Liebe ist die jetzige Verbindung mit Irene meilenweit entfernt. Die beiden kuscheln sehr wenig und halten sich meist in verschiedenen Käfigecken auf. Dennoch haben wir das Gefühl, dass die Entscheidung, Shari wieder Gesellschaft zu verschaffen, die richtige war, da sie doch wieder um einiges aufgeblüht ist und nun wieder munterer durch den Stall watschelt.. mag sein, dass wir ihre Lebenserwartung durch die Aufregung um einiges verkürzt haben, aber wir sind der Meinung: Lieber hat sie ein kürzeres Leben mit Gesellschaft, als ewig allein vor sich hinzuvegetieren.